Der Rechner ist im Normalbetrieb aus einem Meter Entfernung auch bei absoluter Umgebungsruhe akustisch kaum noch wahrnehmbar - die mit Abstand lauteste Komponente ist jetzt der Monitor... Sogar die Energiesparlampe in meinem Zimmer produziert einen hoeheren Geraeuschpegel...
Eines gleich vorweg:
Untenstehendes habe ich lediglich dazu veroeffentlicht,
einige Anregungen zu liefern, PCs leiser und zuverlaessiger zu machen.
Es handelt sich hierbei nicht etwa um ein Angebot
meinerseits, irgendwelche Auftraege anzunehmen, PCs umzubauen, leise PCs
zu verkaufen, oder aehnliches. (Ich erhalte immer wieder derartige Anfragen
aufgrund dieser Webseite).
Da ich derzeit unter sehr akutem Zeitmangel leide, kann
ich auf etwaige Fragen nicht sehr detailliert eingehen; beispielsweise
fange ich ganz sicher nicht an, irgendwelche Schaltplaene zu zeichnen und
zu verschicken... Wer sich mit Elektronik auskennt, sollte kein Probleme
haben; wer nicht... es gibt reichlich Literatur, mit der man sich mit der
Materie vertraut machen kann... ausserdem - mit rein mechanischen Daemmassnahmen
kommt man auch schon recht weit, und Temperaturregelungen gibt es bei so
gut wie jedem Elektronikhaendler oder -Versand als Bausaetze oder sogar
als Fertiggeraete zu kaufen... Manipulationen an Teilen mit Spannungen
ueber 42V (also z.B. im Netzteil) duerfen ohnehin nur von Personen mit
entsprechender Ausbildung und Berechtigung durchgefuehrt werden.
Das obligatorische Juristengeschwafel (da ich wirklich
keine Lust habe, wegen dieser Seite irgendwelche Probleme zu bekommen)
:-) :
Alle auf diesen HTML-Seiten erwähnten Firmennamen
oder Produktbezeichnungen sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen
der jeweiligen Firmen und unterliegen im allgemeinen warenzeichen-, marken-
oder patentrechtlichem Schutz. Ausserdem distanziere ich mich ausdruecklich
von allen Inhalten aller Links auf allen Pages und mache mir diese Inhalte
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oder durch andere Aufzeichnungsverfahren oder auf irgendeine andere Weise),
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Genehmigung vorliegt. Die auf diesen Seiten wiedergegebenen Daten werden
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werden. Die Seite wurde von mir mit größter Sorgfalt erarbeitet
bzw. zusammengestellt. Trotzdem sind Fehler nicht ganz auszuschließen.
Ich sehe mich deshalb gezwungen, darauf hinzuweisen, daß ich weder
eine Garantie noch die juristische Verantwortung oder irgendeine Haftung
für Folgen, die auf fehlerhafte Angaben zurückgehen, oder ueberhaupt
aus der Existenz dieser Seite resultieren, übernehme. Für die
Mitteilung eventueller Fehler bin ich jederzeit dankbar.
so, jetzt zum interessanten Teil :-))
Grundkomponenten:
Motherboard: MSI 6330, K7T-Pro 2A. Erweitert um 8 ISA-Slots,
Riesen-Chipsetkuehler, und einen Temperatursensor, der die CPU beruehrt.
CPU: AMD Duron 700. Laeuft mit 950 bei 1,65V. Extremer
Riesenkuehler mit aufwendiger Radialentlueftung direkt ins Freie, natuerlich
temperaturgeregelt.
Festplatte: IBM 40 GByte 5400UPM. Im aeusserst aufwendigem
schalldaemmenden Gehaeuse mit Zwangsbelueftung. 2 Bleiplatten zur Vibrationsdaempfung.
Gesamtgewicht des Festplattengehaeuses mitsamt Platte: Ca. 13 kg.
Grafikkarte: Geforce-2-MX, 5.5 nsec, TV-Out. 2 grosse
Passiv-Kuehler fuer Grafikchip, je einer fuer die 4 RAMs.
RAM: 256 MByte, Siemens-Infineon PC-133.
Netzteil: Enermax 330W. Zusaetzlich: 1.200uF Primaerkondensatoren,
3 x 44.000uF Becherkondensatoren, spezifiziert fuer 300 Ampere, fuer
3.3V, 5V, 12V, Riesenkuehlkoerper fuer Primaer- und Sekundaerkuehlkoerper.
Haelt 1,5 Sekunden Netzausfall bei Vollast durch. Temperaturregelung des
doppelt kugelgelagerten Nidec-12-cm-Luefters: auf 4 Grad Differenztemperatur
zwischen unten angesaugter und oben rausgeblasener Luft.Relais-Einschaltstrombegrenzung.
CD-ROM/DVD: Asus DVD-E612
CD-Brenner: Yamaha 4416. Statt des miesen eingebauten
Daueheuler-Miniluefters: Eigenbau-Elektronik, die einen doppelt kugelgelagerten
4-cm-Luefter nur dann einschaltet, wenn eine CD gebrannt wird.
SCSI-Controller: Symbios NCR810A. Aktive Terminierung
Marke Eigenbau.
Soundkarte: Creative SB128 PCI (OnBoard-Soundkarte deaktiviert).
3,5mm-Klinkenstecker rausgeloetet, und vernuenftige 6,3mm-Studiobuchsen
und Cinch-Buchsen an separaten Panel montiert...
Streamer 1: Seagate Dat, DDS-3, 12/24 GByte
Streamer 2: Travan-3, Floppystreamer. (Aus Abwaertskompatibilitaetsgruenden
:-) ).
Webcam: Creative USB, CT6840
Disk-LW 1: 3,5" 1,44 MByte Teac
Disk-LW 2: 5,25" 1,2MByte Epson (Der Nostalgie wegen
:-) )...
HD-Wechselrahmen 1: SCSI
HD-Wechselrahmen 2: EIDE
PCMCIA-Controller: SCM Swapbox
Gehaeuse: Extrem aufwendiges, grossteils selbstentworfenes
und gebautes Bigtowergehaeuse, alle Blechteile verloetet, Unterbau 3mm-Alublech,
alle Flaechenteile mit schweren 1cm dicken Bodenteppich verkleidet, Kaminartige
Belueftung, durch das Aufsteigen der erwaermten Luft ist im Normalbetrieb
kaum noch ein Luefterbetrieb noetig. 15 5,25"-Einschuebe, 1x 3,5".
Bitte die grossteils miese Qualitaet der Fotos zu entschuldigen, die Creative USB-Webcam CT6840 kanns halt nicht besser :-)
Motherboard:
Links im Bild: Anschlußsteckerleiste fuer die zusaetzlichen ISA-Slots.
Rechts: Der Eigenbau-Chipsatzkuehler...
Links auf den PCI-Slots habe ich den Original-Chipsatzkuehler draufgelegt,
um den Groessenunterschied zum Eigenbau-Exemnplar zu verdeutlichen :-)
... das ganze von oben,
... von vorne, jetzt liegt der Original-Minikuehler auf dem vernuenftigen
selbergebauten drauf...
... und von der Seite.
Damit der Kuehler ja auch nie locker wird, wird er staendig mit Spiralfedern
auf den Chip gedrueckt...
Rechts zu sehen: die Prachtkondensatoren des MSI K7T-Pro2A...
Original war der Temperatursensor als SMD-Bauteil direkt auf das Motherboard
aufgeloetet.
Was sich natuerlich in sehr langen Reaktionszeiten des Temperaturmonitors
und ungenauen Messwerten aeussert...
SMD-Bauteil wurde runtergeloetet, auf 2 Pole eines Flachbandkabels
geloetet,
und dieses auf den SMD-Platz im CPU-Sockel, an dem vorher der SMD-Temperatursensor
war...
Ergebnis: Der Temperatursensor reagiert echt im Sekundenbereich auf
CPU-Lastwechsel. Ein Tropfen Waermeleitpaste an die Unterseite der CPU
verbessert den Waermeuebergang nochmals betraechtlich.
Gut zu sehen ist hier die Form des Chipsatzkuehlers, der die freien
Bereiche des Motherboards optimal ausnutzt :-)
Oberhalb des Lautsprechers sieht man hier, dass dieses Motherboard mal
fuer einen optionalen ISA-Slot vorgesehen war. Meines ist jedoch mit 6
PCI-Slots bestueckt.
Links: ein mit Platinenresten am Motherboard angeschraubtes Stueck
Lochrasterplatine mit Stiftleisten drauf,
die dieselbe Pin-Belegung wie der ISA-Slot haben...
Das groesste Problem war, dass die durchkontaktierten ISA-Anschluesse
am Motherboard nicht verzinnt waren, sondern mit Lack gefuellt... mit einem
0,35mm-Bohrer kann man sie jedoch freibohren, dann einen Faedeldraht reinstecken,
und das Ganze zusammenloeten...
dauert eine Weile, das alles zu loeten :-)) Das Weisse ist uebrigens
doppelseitiges Schaumgummiklebeband.
Ca. 1 Stunde dauerte das Loeten der mehr als 100 ISA-Pins...
Das sind Stecker, die ich bei meinen vorherigen Motherboards, einem
P5A und einem P3B-F verwendet habe, um zusaetzliche ISA-Slots zu gewinnen...
einfach von alten ISA-Karten runtergeschnitten, und doppelreihige Stiftleisten
draufgeloetet.
In einen ISA-Slot des Motherboards reinstecken, auf ein Flachbandkabel
Buchsenleisten draufpressen, und das Ganze zusammenstecken ...
Am anderen Ende des Kabels: Mit der Kreissaege ausgeschnittener ISA-Slot-Teil
eines alten 286-er-Motherboards, an das an der Unterseite das Flachbandkabel
angeloetet wurde...
Rueckseite der ISA-Erweiterungs-Stecker... beim unteren sieht man schoen,
dass das mal eine Steckkarte war :-)
Festplattengehaeuse:
Dieses Edle Prachtteil bringt mit Abstand am meisten in Sachen Geraeuschdaemmung
des Rechners. Die Platte wird dadurch absolut unhoerbar leise.
Gehaeuse: 10mm-Polyethylen. Massiv verschraubt mit 40x3,5mm-Spax, abgedichtet
mit doppelseitigem 1mm-Schaumgummiklebeband.
Im Inneren: 2 Bleiplatten, auf einer liegt die Festplatte, und eine
liegt auf einer Gummimatte auf der Festplatte drauf.
Die untere Bleiplatte hat links und rechts eine 1cm-Erhoehung (Siehe
Schnitt auf der rechten Seite), sodass zwischen ihr und der Plattenelektronik
die Luft durchziehen kann.
Die untere Bleiplatte ist über Gummidämpfer mit dem Gehaeuse
verschraubt.
Rund um die Festplatte herum befindet sich ein 0,5-cm-Armaflex-Geraeuschdaempfschaumgummimantel.
(Aehnliches Material wie Mousepads).
Auf der Festplatte liegt eine ca. 2mm dicke Kautschukgummimatte, die
sich der Festplatten- und der Oberflaeche der daraufliegenden Bleiplatte
anpasst. Zweck: Waermeleitung von der Fest- auf die Bleiplatte, satter
Sitz der Bleiplatte auf der Festplatte.
Vorsicht: an der Oberseite von IBM-Platten findet man ein Loch, das
nicht abgedeckt werden darf. Abhilfe: Stueckchen Draht auf die Platte vom
Loch zum Festplattenrand legen, Klebestreifen drueber, Druckausgleich kann
stattfinden. Loch wird durch Gummimatte nicht mehr abgedeckt.
Auf dem Kasten ist dann noch ein Radialluefter, der die Luft von unten
durch das Gehaeuse saugt, und oben wieder rausblaest. Auch der Luefter
ist zur Geraeuschdaemmung in Armaflex eingepackt. Durch Drehzahl- (nicht
Spannungs-, sondern echte Drehzahlregelung mit Tachosignalauswertung in
der Rueckkopplung) unhoerbar leise.
An der Vorderseite sieht man die Kabelausgaenge, die ebenfalls mit
Armaflexmatten abgedichtet sind, damit dort keine Geraeusche nach aussen
dringen.
Ordentlich verschraubt, das ganze, gell ? :-)
Der Radialluefter. Geoeffnet. Ist gerade in Betrieb....
Der Deckel, der am oberen Bild noch auf das Gehaeuse raufgeschraubt
war, mit dem Unterteil des Radialluefters.
... Deckel von der Seite,
und umgedreht. Man sieht, dass der Deckel aus 3 Schichten besteht; zwischen
der unteren und oberen wird die Luft nochmal durchgezogen, damit auch wirklich
kein Laerm nach aussen dringt. Links die Ansaugloecher.
Abgenommener Deckel, man sieht auf die Oberseite der oberen Bleiplatte.
Oben und unten im Gehaeuse sieht man die Armaflex-Matten, die verhindern,
dass die Vibrationen, die von den beiden Bleiplatten (Gesamtgewicht: 12
kg (!!!)) nicht geschluckt werden, ueber das Gehaeuse nach aussen transportiert
werden koennen.
Die obere Bleiplatte auch noch rausgenommen. Man sieht die Gummimatte,
die sich zwischen Blei- und Festplatte befindet, an der Unterseite der
Bleiplatte haften.
Ich konnte die Festplatte leider nicht auch noch rausnehmen, um die
untere Bleiplatte zu zeigen, da sie gerade lief, und die Aufnahmen, die
ich mittels Webcam machte, auf genau dieser Platte gespeichert wurden :))
Fliegender Aufbau auf dem Schreibtisch halt :-) ... links hinten: der
Rechner...
CPU-Kuehler:
Im eingebauten Zustand: Die Luft wird unten am roten Kuehlkoerper angesaugt,
und zwar von dem sich oberhalb befindlichen Radialluefter.
Der blaest die Luft dann nach links in den Luftkanal, unter der links
sichtbaren CPU-Luefter-Temperaturregel-Elektronik dann direkt ins Freie.
Vorteile:
- Die Luft zirkuliert nicht, wie sonst ueblich, dauernd im Kreis, und
heizt sich immer mehr auf. Wesentlich effizienter.
- andere Komponenten am Motherboard werden nicht durch die CPU-Abwaerme
beheizt
- andere Komponenten werden durch den CPU-Kuehler auch gekuehlt, da
dieser nur kalte Luft anzieht
- der Netzteilluefter braucht viel weniger schnell zu drehen, da der
die Temperatur der CPU nciht abfuehren muss
Kupfer leitet Waerme mehr als doppelt so gut als Aluminium. Darum: Blankpolierter
Kupferblock mit Alu-Bodenplatte des Kuehlkoerpers festverschraubt.
Die Waerme des sehr kleinen CPU-Dies eines Durons wird so viel besser
abgefuehrt und auf den Kuehlkoerper verteilt.
Zwischen Alu- und Kupferplatte befindet sich Waermeleitpaste,
unterschiedliche Temperaturausdehnungskoeffizienten werden durch die
Sprengringe, die sich unter den Schraubenkoepfen befinden, mehr als ausgeglichen.
Der Befestigungsbuegel besteht aus ehemaligen Fahrradspeichen... Optimale
Elastizitaet, ideales Biegemoment :-)
an der Oberseite des Kupferblockes sieht man den Draht zum Temperatursensor
fuer die Temperaturregelung des Luefters. 5mm-Loch, 2cm tief.
Seitenansicht. 8-mm-Kupferblock auf 10-mm-Alublock. Kuehlkoerper ist
im geschmiedeten ("forged") Verfahren hergestellt.
Der Kuehlkoerper stammt uebrigens aus einem Kuehlaggregat. Mittels Tischkreissaege
in die benoetigte Form geschnitten. An der Oberseite siehr man noch die
Loecher, an die ich vorher mit Armaflex-Matten einen 6-cm-Axialluefter
geschraubt habe...
Groessenvergleich:
Links: Standard-Duron-Kuehler.
Mitte: Global-Win - Duronkuehler mit 6-cm-Luefter.
Rechts: Eigenbau-Kuehler, und darueber der verwendete Radialluefter.
Nidec. Doppelt kugelgelagert.
Noch eindrucksvoller duerfte der Groessenvergleich ausfallen, wenn man
sich die Teile von oben anschaut :-)
Der Radialluefter in eingebauten Zustand. Links: der Lueftungskanal,
darueber: die Temperaturregelelektronik.
Vielleicht sieht man hier den Luftkanal (aus Armaflex) besser... Auf
dem Radialluefter: Armaflex zur Abdichtung gegen den Kuehlkoerper. Der
Luefter wurde zur Vibrationsdaempfung auch ueber eine Armaflex-Matte an
das Netzteilgehaeuse geklebt...
Der Kuehlkoerper im eingebauten Zustand.
Links davon: die 6,3mm-Studio-Klinkenstecker, die die Schrottklinkenstecker
an der Soundkarte ersetzen :-)
Grafikkarte:
Geforce2-MX. 5,5nsec-RAM. Sowas muss einfach hochgetaktet werden :))
Damit das Ganze laermfrei vonstatten geht, braucht man dafuer eine
vernuenftige Passivkuehlung...
Wenn man auf einen BGA-Chip einen schweren Kuehlkoerper klebt, fliegt
der irgendwann (Zinn fliesst) mitsamt dem Chip runter, verursacht jedoch
zumindest irgendwann mal eine defekte Loetstelle.
Schraubt man ihn einfach an der Platine fest, biegt sich diese leicht
durch, selber Effekt wie oben: frueher oder spaeter: geloeste Loetstellen.
Einzig vernuenftige Befestigungsmethode: Planes Zusammendruecken von
Chip und Platine.
Realisierung: Sandwitchkuehlung: je ein Kuehlkoerper an jeder Seite
der Platine, die dann federnd zusammengeschraubt werden...
Federung: Z-Foermig gebogenes Stueck Fahrradspeiche mit oesenfoermig
gebogenen Enden, durch die die Schraube fuehrt...
Bestueckungsseite der Grafikkarte: das Schwarze ist der GF2MX-Kuehler,
die 4 Goldfarbenen sind mit Sanitaersilikon (brauchbarer Waermeleiter)
auf die RAMs geklebt.
(btw., der CPU- und Chipsetkuehler sind nur Provisorien - das Motherboard
liegt auf dem Schreibtisch, die Webcam haengt nach wie vor an diesem Brettl
dran :-) )...
Hier schoen sichtbar: die Sandwitchkuehlung.
Zwischen dem rechten Kuehlkoerper und der Platine befindet sich ein
4x4cm-Stueck glasfaserverstaerktes waermeleitendes Isolationssilikon, wie
es z.B. fuer die isolierte Montage von Leistungstransistoren verwendet
wird.
Die Luft wird da schoen durch das Kuehlschlitz-Slotblech mitten durch
die Kuehlrippen gezogen...
Mit dem Original-Kuehler wurde der Chip so heiss, dass man ihn nicht
mehr angreifen konnte; hier wird er nichtmal mehr handwarm...
gut... ein PCI-Slot muss dafuer geopfert werden, das ist mir der Effekt
aber wert :)
ISA-Slot-Erweiterung:
ISA-Slots. Ich brauch ISA-Slots.
Warum ? weil ich noch jede Menge ISA-Messkarten rumliegen habe, grossteils
Marke Eigenbau. Oszilloskopkarten, I/O-Karten, DAC/ADC-Karten, etc...
Man nehme: ein altes 286-er-Motherboard, eine Kreissaege, ein Flachbandkabel
und einen Loetkolben :-)
Netzteil:
Ein PC-Netzteil soll aus den 230V Wechselspannung, die das Netz so anliefert,
stabile Kleinspannungen machen.
Wer sich schon mal am Oszilloskop angeschaut hat, was handelsuebliche
Netzteile (ja, auch Markennetzteile) darunter verstehen, wird daran zweifeln,
dass PCs ueberhaupt funktionieren :-))
Oben im Bild: Handelsuebliches ATX-Netzteil. Unten, eingebaut ins Gehaeuse:
Mein Eigenbauexemplar.
Links an meinem Netzteil: Der Netzteilluefter, an der rechten Seite
ist der CPU-Radialluefter montiert...
Der Netzteilluefter... Riesig, langsamdrehend, lautlos.
mein "altes" Netzteil, vor dem Umbau auf den aktuellen Stand :-)
Kondensatoren. Dicke, fette Kondensatoren. Kupferleitschienen, 1mm dick.
Schraubanschluesse. 6mm-Schrauben. Damit der Saft weiss, wohin er soll
:-)
Das Netzteil. Enermax. 330 Watt. Strom satt. 32 Ampere bei 5 Volt. 30
Ampere bei 3,3 Volt...
Ich kann dieses Netzteil Normalbenutzern uneingeschraenkt empfehlen...
Hier sieht man, was Enermax als Sekundaer-Glaettkondensatoren auf seinem
Netzteil verbaut...
Die rechts unten sichtbaren kleinen Zylinderchen sind die obengenannten
Sekundaerglaettkondensatoren.
Die Joghurtbecher links neben der Elektronik sind das, was ich unter
vernuenftigen Energiespeichern verstehe :-))))
Achja... der Kuehlkoerper auf dem Netzteil ist natuerlich auch Marke
Eigenbau...
Man kann hier wunderbar sehen, wo die Standardkuehlkoerper aufhoeren,
und wo die Eigenbauexemplare anfangen...
wenn man sich vorstellt, dass die gesamte vom Netzteillluefter bewegte
Luft durch diese Rippen durchgepresst wird, kann man sich sicher vorstellen,
dass die Elektronik dieses Netzteiles nie viel mehr als Zimmertemperatur
bekommt :-)
Genau. Da durch muss die Luft. Links und rechts erkennt man die Kunststoffstreifen,
die Primaer- und sekundaerkreis voneinander isolieren, wir wollen ja die
Sicherheitsvorschriften nicht verletzen :-)
Uebrigens... das Freisaegen der Kuehlrippen geschah in stundenlanger
Arbeit mittels einer normalen Hand-Buegel-Eisensaege :-) (da ich hier in
der WG keinen vernuenftigen Schraubstock, geschweige denn eine Fraesmaschine,
habe, hat mir das einige Wasserblasen an den Haenden eingebracht :-)) )...
Kuehlflaeche: In etwa die sechsfache des Originalkuehlkoerpers.
Und noch dazu viel effizienter arbeitend, weil die Luft nur durch diese
Kuehlrippen kann.
Saemtliche starkstromfuehrenden Leiterbahnen habe ich noch mit einigen
1,5mm^2-Kupferdraehten verstaerkt,
und alle (!) Loetstellen des Netzteiles habe ich noch haendisch nachverloetet.
Kalte oder gerissene Loetstellen nach ein paar Jahren sind damit ausgeschlossen.
Nochmals zum Bewundern: Links die Glaettkondensatoren, Mitte: Netzteilplatine
mit Eigenbaukuehlkoerper, achja, und rechts: Die zusaetzlichen Primaerkondensatoren...
4x 820uF, jeweils 2 in Serie, und 2 parallel, macht 820uF. Primaersiebung
bis zum Abwinken :-))
Das Enermax braucht beim Einschalten laut Spezifikation kurzzeitig 40
Ampere an der 220V-Leitung. Ohne diese Kondensatoren natuerlich. Und ohne
die fetten Sekundaerkondensatoren.
Gut sichtbar: 2 in Serie, 2 parallel. Zwischen den 4 Kabeln, die nach
links gehen, haengen jeweils zwischen 2 ein Varistor, ein 100kOhm-Widerstand,
und ein 100nF-Kondensator, um die Spannung genau auf die in Serie geschaltenen
Kondensatorpaare aufzuteilen...
Auch hier sieht man nochmal schoen, um wieviel die Kuehlkoperierflaeche
vor allem der Primaerseite (links) vergroessert wurde, und was ich da alles
mit der Handsaege weggeschnitten habe :-))
Nachdem eine derartige Kondensatorbatterie, sowohl primaer, als auch
sekundaer, erstmal geladen sein will, und das ohne weitere Massnahmen ganz
sicher zum Ansprechen jeder ueblichen Sicherung fuehren wurde, braucht
es eine Einschaltstrombegrenzung.
4 Widerstaende zu je 60 Ohm, alle parallelgeschaltet ergeben 15 Ohm.
Das weisse Kasterl darueber ist das Relais, das die Widerstaende ueberbrueckt,
sobald die 12V-Leitung sekunder 9Volt ueberschritten hat, die Kondensatoren
also grossteils geladen sind...
Macht einen Einschaltstrom von knapp 15 Ampere, was schon wesentlich
humaner als die geschaetzten hundere Ampere ohne Einschaltverzoegerung
ist :-)
Kurzzeitig in den Widerstaenden verbratene Leistung: 3,3 kWatt :-),
bei Nennleistung (330W / 75%) ca. 30 Watt...
Da die Widerstaende durch das Relais ueberbrueckt werden, das an die
12-V-Leitung angeschlossen ist, sind die Widerstaende im Standby-Betrieb
nicht ueberbrueckt. Bei (viel zu hoch :-) ) geschaetzten 15 Watt Leistungsaufnahme
verbraten die Widerstaende hier nichtmal 0,1 Watt...
Die uebliche Variante, naemlich Temperaturabhaengige Widerstaende, NTCs,
in Serie zur 220-V-Leitung zu schalten, hat zwei gravierende Nachteile:
Erstens brauchen die Dinger wesentlich mehr Leistung im gesamten Betrieb,
da sie staendig aufgeheizt sind, und zweitens: Wenn man den Rechner schnell
(in einer Zeit, in der zwar die Kondensatoren alle entladen, die Varistoren
jedoch nicht abgekuehlt sind, also z.B. 1 Sekunde) aus- und wieder einschaltet,
dann ist der Ladestrom um ein Vielfaches hoeher, als z.B. die von Enermax
angegebenen 40 Ampere, was den Kondensatoren und der Schmelzsicherung im
Netzteil sicher nicht guttut, und auch zum Ansprechen der Verteilersicherung
fuehren kann... Ich hab den Varistor, der sich auf der Platine befindet,
trotzdem nicht ueberbrueckt, sondern an laengere Leitungen angeschlossen,
sodass er im Luftstrom ist, und die Platine nicht erhitzt...
Die Enermax-Elektronik samt Primaerkondensatoren und vernuenftigen Kuehlkoerpern
ins Netzteilgehaeuse eingebaut....
Rechts gut sichtbar: Der Luefter: Am Netzteilgehaeuse ist ein Luefterrahmen
montiert, an diesen sind 4 Armaflex-Gummimatten geklebt, und an diesen
erst der eigentliche Luefter. Vorteil: Saemtliche Vibrationen des Luefters
werden von den Gummimatten geschluckt.
Rechts oben: Primaerkondensatoren,
rechts unten: die Einschaltelektrik (hinten: die Widerstaende, vorne:
das Relais, ueber den Widerstaenden: Netzentstoerfilter im Steckergehaeuse).
Schoen sichtbar, dass die Luft durch die Kuehlrippen gepresst wird =>
optimale Zwangskuehlung.
(rechts: CPU-Luefter).
nochmal der Groessenvergleich zwischen den Original- (rechts) und den
zusaetzlichen (links) Primaerglaettungskondensatoren.
Verkabelung. Dicke, fette Kabel. Mit massiven angeloeteten Kupferplatten
als Schrauboesen...
Gut sieht man hier den Unterschied zwischen dem, was Netzteilhersteller
unter Leistungskabeln verstehen, und was ich verwende :-))
Enermax: 1,5mm^2-Kaberln. Ich: 8mm^2-Truemmer.
Eben :-)
Nochmal: Links: handelsuebliche Kaberln; rechts (die gelben und blauen):
meine Verdrahtung :-)
5 x 8mm^2 allein fuer die Masse....
sowas will natuerlich auch vernuenftig verloetet sein :-)
jo, nochmal die Einschaltverzoegerung. Die Widerstaende sind mit waermeleitendem
Silikonkleber und Schraubwinkel ans Gehaeuse befestigt...
im Vordergrund: Der Temperatursensor, der die Austritts-Lufttemperatur
misst...
An der Unterseite des PC-Gehaeuses ist ein zweiter Temperatursensor,
der die Temperatur der Eintrittsluft misst; eine Regelungselektronik steuert
den Luefter dann so an, dass die Temperaturdifferenz zwischen 3 Grad (Luefterstillstand)
und 4 Grad (Luefter-Volldrehzahl) betraegt...
Stromschiene vor dem Einbau der Sekundaerkondensatoren. Ausgelegt fuer
ca. 200 Ampere :-))
und jetzt mit eingebauten und verdrahteten Kondensatoren.
Nach links geht der Motherbaord-ATX-Anschluss raus, nach rechts die
ganzen Versorgungsstecker fuer die Geraete im Rechner.
Ganz wichtig: KEINE ABZWEIGUNGEN. Es geht ganz genau jeweils nur eine
einzige Leitung zu jedem Verbraucher.
Dadurch gibt es keine Masseschleifen (die verursachen z.B. die Geraeusche
in an die Soundkarte angeschlossenen Lautsprechern, wenn man auf Platte,
CD-ROM o-ae- zugreift), und keine gegenseitige Beeinflussung (haengt z.B.
an einem Kabel eine Festplatte und ein CD-ROM, und die Platte braucht mal,
weil sie grad zugreift, mehr Strom, sinkt die Spannung aufgrund des Spannungsabfalles
in der Zuleitung ab - und damit auch die, die das CD-ROM versorgt. Das
CD-ROM ist an der Soundkarte angeschlossen, und schon haben wir wieder
unerwuenschte Nebengeraeusche in der Stereoanlage :-) ) - ganz abgesehen
von durch die (teils nicht unerheblichen) Spannungsschwankungen herbeigefuehrten
Instabilitaeten, die ohne weiteres auch zu Datenverlusten fuehren koennen...
Wers nicht glaubt, soll mal ein paar Geraete an einen Anschluss mittels
Y-Verteilern anschliessen, und sich dann mal mit einem Oszilloskop anschauen,
welche Sauereien da an den "Gleichspannungs"kabeln daherkommen :-)))
Das wird alles sehr wirksam verhindert, wenn man jedes Geraet am stabilsten
Punkt, naemlich an den Glaettungskondensatoren, anschliesst.
Achja, die Sense-Leitungen gehen bei meinem Netzteil natuerlich auch
auf diese Kondensatoren :-)
Ist gar nicht so wenig Arbeit, die Draehte einigermassen elegant zu
verlegen :-))
Das Netzteil, knapp vorm Zuschrauben :-) (hat uebrigens auf Anhieb perfekt
funktioniert :-) ).
Damit die Uebergangswiderstaende auch wirklich minimal sind: von links
wird der Strom zugefuehrt, hier (5Volt) ueber 3 Leitungen, an denen jeweils
ein Kupferblech als Loetoese dran ist, und die dann alternierend mit den
Abgangsdraehten auf den Kondensator geschraubt sind....
dasselbe mit der 3,3V-Leitung: Die Abgangsdraehte sind aegstens zwischen
2 Zuleitungskabeln eingeklemmt :-)
Kabel. Daumendicke Kabelstraenge :-))
PC-Gehaeuse:
Und das Ganze fertig zusammengebaut.
Links: Motherboard, rechts: Festplattengehaeuse, QIC-Streamer, die
beiden Diskettenlaufwerke.
Ganz am unteren Rand des Bildes sieht man dann noch den Teil des Gehaeuses,
in dem sich die ISA-Slots, das DVD-Laufwerk, PCMCIA-Controller und der
IDE-Wechselrahmen befinden...
Ganz oben: links: Netzteil, rechts: SCSI-Geraete: DAT-Streamer, CD-Brenner,
Wechselrahmen.
Die Luftausblasoeffnungen: links: Netzteil, rechts: CPU-Kuefter.
Auf das Blech geklebte Mantelstücke von Koaxkabeln, um Kurzschluesse
der Platinenunterseite mit dem Gehaeuseblech 100%ig auszuschliessen :-)
Die Richtung ist natuerlich so, dass die erwaermte Luft zwischen Motherboard
und Gehaeuse ungehindert aufsteigen kann...
Der Unterbau. 3mm-Alublech.jede Menge Lueftungsloecher, robusteste Verarbeitung
:-)
Das Gehaeuse in seiner vollen Pracht, (das Motherboard, an dem die Webcam
haengt, liegt noch auf dem Schreibtisch )...
und jetzt mit allen Innereien (in Betrieb, uebrigens, die Webcam haengt
auch dran :-) )...
Wie schafft man auf dem Schreibtisch platz... man haengt den Rechner
ueber den Monitor an die Decke :-))
Alu-Schiene mit Laufkatze, auf 4 Inlineskate-Kugellagern ca. 1 1/2
Meter beweglich, und drehbar...
Der Rechner in Parkposition hinter dem Wandregal :-)
... freischwebend ueber dem Monitor...
Platzsparender gehts nicht mehr :-)
Sonstiges:
... der Luefter des CD-Brenners. Ich hab in den Brenner eine kleine
Elektronik eingebaut, die ihn nur dann einschaltet, wenn gerade eine CD
gebrannt wird...
und noch so nebenbei... so schaut ein von mir per Hand (verschiedene
Schleifpapiere) blankpolierter Kuehlkoerper aus...
Fuer die Loetungen der Starkstromkabeln an die Netzteilplatine hat auch
obiger 140-Watt-Loetkolben nicht mehr ausgereicht... hab mittels Gasloetbrenner
ein wenig nachgeholfen... :-)
Soda... Viel Spass beim Nachbauen ! :-))
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Jetzt neu: Frequently Asked Questions, Die Fachi-Rechner-Eigenbau-FAQs :-) - darin werden häufig (z.B. per Mail oder im Gästebuch) gestellte Fragen beantwortet...
Mail an Richard "FaChief" Thalmeier, thalmeier.richard@gmx.at
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