Ich bin's, der Apostroph (jawohl, ich bin männlich!).
Lange Jahre habe ich ein Schattendasein
geführt, doch in letzter Zeit erfreue ich mich immer
größerer Beliebtheit, und das ganz zu Unrecht!
Denn im Deutschen werde ich nur dann verwendet, wenn ein Buchstabe
weggelassen wird, und oft nicht einmal dann.
- Kein Apostroph wird gesetzt bei Abkürzungen in der
Genitiv- oder Pluralform auf -s, z.B. die Pkws, die CDs, die GmbHs
- Ein Apostroph steht bei artikellos gebrauchten Namen nur dann, wenn
die Grundform auf -s, -ss, -ß, -tz, -z oder -x endet, d.h.
Das Auto gehört Hans. Es ist Hans' Auto. Aber: Peter
schenkte Marie Blumen. Maries Blumen kamen von Peter. Und:
Marx' Schriften; die Schriften des Marx. Diese Regel
kann gebrochen werden, um die Grundform des Namens zu verdeutlichen:
Andrea's Blumenecke.
- Kein Apostroph wird gesetzt bei Verschmelzungen aus
Präposition und Artikel, die allgemein gebräuchlich sind, z.B.
ans, aufs, durchs, fürs, hinters, ins, übers, ums, unters,
vors, am, beim, hinterm, überm, unterm, vorm, zum, hintern,
übern, untern, vorn, zur. Ausnahmen sind umgangssprachliche
oder mundartliche Verschmelzungen, wo ein Apostroph gesetzt werden kann:
Er sitzt auf'm Tisch
- Bei von Namen abgeleiteten Adjektiven auf -sch sind zwei Schreibweisen
möglich: die grimmschen Märchen oder die Grimm'schen
Märchen. Die alte Rechtschreibung erlaubte hier nur die
Grimmschen Märchen.
Die genauen Regeln findet man bei Duden
online.
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